Montag, 11. Mai 2026

Das andere Stadtratsprotokoll: Der (Fast) Liveticker zur Stadtratssitzung vom 11.05.2026 - Die Reto Edition

 

Vorwort

 

·        Juhu, da bin ich wieder! Ich hoffe, ihr habt mich gebührend vermisst. Naja, genau genommen war ich nie so richtig weg – und im Geiste bin ich ja sowieso immer im Stadtrat zugegen (ich bin quasi das Schreckgespenst), aber das andere Stadtratsprotokoll ist wieder da, nachdem ich zweimal einfach ausgelassen habe (mal schauen, ob ich es noch kann, so schnell schreiben bin ich mir nicht mehr gewöhnt). Zur Feier des Tages habe ich mich unterwegs fast überfahren lassen (ABER ICH HATTE VORTRITT!!!), aber jetzt bin ich da, schwitzend, aber motiviert. Let’s go!

·        Und heute ist eine besondere Stadtratssitzung (also, sowieso immer, wenn ich dabei bin, haha), aber es ist auch die allerletzte Stadtratssitzung mit Stapi Reto Müller (SP), der in höhere Gefilde aufsteigt und Regierungsrat wird. Tschüss Reto, wir werden dich vermissen. Und du uns auch. Du willst es nur nicht zugeben, aber was ist schon kantonale Politik gegen die Tragödien und Komödien, die wir hier in der Lokalpolitik bieten? Der Kanton Bern ist «GZSZ» Niveau, wir dagegen sind «Krieg und Frieden».

 

Teil 1: Eisige Eiszeit

·        Und wir schlittern (oder je nach Eiskunstkünsten gleiten wir vielleicht auch), direkt ins erste Traktandum und wie meine elegante und sprachlich gewandte Einleitung bereits verrät, geht es um die Eishalle (das hatten wir zugegebenermassen schon lange nicht mehr). Die Eishalle in Schoren ist ja – nun ja – vielleicht nicht mehr so ganz taufrisch und muss saniert und erweitert werden. Und weil das nicht gratis ist (was ist heute schon gratis, ausser Schweiss und Tränen?), braucht es dafür einen Kredit dafür. Beziehungsweise einen weiteren Kredit, weil, eine gewisse Summe wurde schon für die ganze Planungsphase aufgebracht. Bei der Finanzierung der Halle werden sich auch die dort ansässigen Clubs finanziell beteiligen, aber wenn ich das richtig verstanden habe (ihr wisst, mein Zahlenhirn ist ungefähr so ausgeprägt wie eine Erdnuss und fährt immer automatisch runter, wenn ich zu viele Ziffern sehe), sind diese Beiträge noch nicht fix. Beim Kredit, der heute gesprochen wird (oder wahrscheinlich gesprochen wird) geht es um 600'000.

·        Die FDP/JLL/L49 Fraktion (ernsthaft: Sucht euch eine kürzere Bezeichnung, ich breche mir da ja noch die Finger ab), zeigt sich positiv, mahnt aber, wie dringend Kostengenauigkeit und Transparenz bei der weiteren Entwicklung des Vorprojekts Eishalle ist. Die SVP, in Gestalt von Youngster Jan Herzig, lobt auch das Vorgehen, das Volk diesmal früher einzubinden, als es beispielsweise bei den Kindergärten der Fall war (das Kindergarten – Trauma) und so zu verhindern, dass man erst teuer projektiert, bevor ein Entscheid gefallen ist.

·        Sandro Baumgartner (SP) begrüsst ein «aufgemotztes» Stadion, mahnt aber, dass die Investitionskosten dieses eisigen Traums hoch sein werden. Deshalb brauche es klare Richtlinien, Baumgarner, Sparpotential müsse ausgeschöpft werden und es muss unterschieden werden zwischen Nötigem und Wünschbaren. «Im Vordergrund muss die Bevölkerung von Langenthal stehen», so Baumgartner. Und: «Schulen und Hobbysportler:innen dürfen nicht an den Rand gedrängt werden.»

·        Je länger wir vom Eis reden, desto mehr schmerzt mein Steissbein, in Erinnerung, an all die spektakulären Stürze, die ich auf dem Eis hingelegt habe. Meine Spezialität hierbei sind «Der sterbende Schwan» und «der besoffene Pinguin.»  Katharina Witt auf Wish bestellt.

·        Eine gewisse Bescheidenheit sei wichtig, streicht auch Daniel Huber (SVP) hervor und fügt aber sogleich hinzu, dass dem auch Rechnung getragen wird, dadurch, dass man zurück zum alten Standort geht (wir erinnern uns, ursprünglich war ein neuer Eistempel im Hard geplant, das kam nach einigen Hin und Her aber nicht zustande) und auch bei der Zuschauerzahl bäckt man deutlich kleinere Brötchen. In dasselbe Horn bläst (oder sagt man stösst…egal, nennen wir es künstlerische Freiheit) Fabian Fankhauser (GLP), der von einem realistischeren Projekt spricht. Aber auch von seiner Seite wird gewarnt. Transparenz sei wichtig und es sei gefährlich, an anderen Orten zugunsten des Stadions einzusparen, so Fankhauser.

·        Der Kredit wird einstimmig (bei einer Enthaltung) bewilligt. Da steht einer neuen Eiszeit ja nichts im Wege – halb erwarte ich ja, dass die Versammelten SCL-Funktionäre aufstehen, rausstürmen und dabei «Let it go» schmettern. Machen sie leider nicht. Warum teilt niemand meinen Sinn für Dramatik, ich kann so nicht arbeiten «seufz».

 

 

Teil 2: Bäumige Autos

 

·        Dann geht es um ein städtisches Fahrzeug, das das Zeitliche gesegnet hat (RIP an dieser Stelle) und jetzt ersetzt werden muss. Sandro Baumgartner (SP) freut sich erstmal darüber, dass die Mitarbeitenden vom Werkhof jetzt wieder ein anständiges «Werkzeug» haben (immerhin müssen sie nicht mit dem Rossgespann ausfahren, da sind wir ja schon mal glücklich), Fabian Fankhauser (GLP) freut sich darüber, dass hiermit der Beweis erbracht wird, dass E – Fahrzeuge zwar in der Anschaffung teurer, dann aber eigentlich kostengünstiger sind, wie die Berechnung TCO (Total Cost of Ownership, wie ich gelernt habe) und die SVP – Fraktion freut sich…nicht, weil sie lieber Diesel hätten und dieses neumodische Zeug zu teuer finden.

·        Nein, sie haben nicht neumodisches Zeug gesagt. Sie machen sich einfach Sorgen, dass man zu viel Geld ausgibt und man ja schliesslich Rücksicht auf die Finanzen von Langenthal muss und man das gegenüber der steuerzahlenden Bevölkerung nicht vertreten könne – letztere Aussage stammt von Robert Haas (SVP). Michael Schenk, ebenfalls SVP, ist für ökologisches Handeln, meint aber, dass es gerade bei dieser Art vom Fahrzeug keinen Sinn mache. Stattdessen könne man ja ein paar Bäume pflanzen, schlägt er vor. Da wäre ich grundsätzlich auch dafür. Ich hätte gern ein paar Bananenbäume.

·        «Es wird nichts schön gerechnet», stellt Michael Schär (FDP) klar, «und wenn ihr jetzt ein Diesel – Fahrzeug anschafft, werdet ihr den Steuerzahlenden Mehrkosten aufbürden.» Zudem setze sein Unternehmen seit Jahren auf Elektroautos und die seien sehr gefordert und würden einwandfrei funktionieren. Er beruhigt auch die SVP – Fraktion bezüglich Winterdienst. «Der Schnee wird geräumt», versichert er. Und glücklicherweise haben wir – im Gegensatz zu Bern – ja keine Trams, die bei der ersten Schneeflocke stecken bleiben.

·        Die SVP stellt einen Rückweisungsantrag, weil aber die anderen Parteien nicht mitziehen, wird der abgelehnt und wir haben jetzt ein neues schickes Elektro – Fahrzeug. Hurra. Aber können wir noch einmal über die Bananenbäume reden?

 

Teil 3: Die Rache des Mülls, Part 1

 

·        Weil wir uns eh gerade gönnen, investieren wir gleich noch in ein neues Feuerwehrfahrzeug, denn das jetzige Einsatzleitfahrzeug ist in die Jahre gekommen und inzwischen 17 Jahre alt («17 Jahr, blondes Haar, so stehst du vor mir…») Wusstet ihr übrigens, dass Dalmatiner früher als Feuerwehrhunde eingesetzt wurden? Diese ausserordentlich schnellen Hunde begleiteten die Löschwagen (damals noch von Pferde gezogen) und bellten den Weg frei, ausserdem hatten sie eine beruhigende Wirkung auf die schnell scheuenden Pferde. Und nein, das hat absolut nichts mit diesem Geschäft zu tun, aber ich möchte nicht mehr über Fahrzeuge reden, sondern über kuschelige Hunde.

·        Die Fraktion äussern sich grundsätzlich positiv zu der Anschaffung. Die GLP bemängelt zwar, dass es bei der Auslese der Fahrzeuge offenbar nicht wirklich Auswahl gegeben hat und dass hier wieder auf Diesel gesetzt wird (also, quasi der umgekehrte Fall von vorhin), streicht aber die bedeutungsvolle und wichtige Aufgabe der Feuerwehr hervor. «Wichtig ist, dass sie gut ausgerüstet sind», fasst Murielle Schärer ihr Votum zusammen. Den Lobeshymnen schliesst sich Sandro Baumgartner (SP) an, der sogar von der «besten Feuerwehr» redet. Applaus für die Freiwillige Feuerwehr! Ernsthaft, Respekt für alle, die das machen. Ich könnte ja nicht mal den Schlauch heben. Aber wenn ihr euch ein paar Dalmatiner zulegt, melde ich mich freiwillig als Hundeführerin (also, damit meine ich, dass ich sie streicheln komme).

·        Das Highlight des Abends: Die Revision des Abfallreglements, der einzige Grund, wieso ich heute überhaupt hergekommen sind, denn ich brauche meine monatlichen Reglemente, um glücklich zu sein. Der Grund für diese Revision ist übrigens, dass diese «Spezialfinanzierung» ins Minus gekippt ist, weshalb diese Gebühren jetzt erhöht werden (kann eigentlich irgendwas nicht teurer werden? Irgendwas?). Ausserdem passt man das Reglement so an, dass die Einführung von Gebührensäcken möglich ist (statt den Gebührenmarken, weil, so der verantwortliche Gemeinderat, es für die Mitarbeitenden der Müllentsorgung mühsam ist, diese angeklebten Marken zu finden und sie offenbar auch öfters mal vergessen werden).

·        Wollt ihr eine lustige Müllgeschichte von mir hören? Ach, egal, ich erzähl sie euch sowieso, das ist gerade nicht so spannend: Als ich frisch in meine eigene erste Wohnung gezogen bin, hatte ich erschreckend wenig Ahnung von korrekter Entsorgung (ja, ich bin die verwöhnte jüngste Prinzessin der Familie – ich gebe es ja zu) und ich war unsicher, wie ich jetzt den Karton korrekt rausstelle. Mein Vater hat mir dann gesagt, dass ich den einfach irgendwie ineinander stopfen und raus tun kann, was ich dann auch getan habe. Ein paar Wochen später flatterte ein Flyer in meinen Briefkasten, wo ich aufgefordert wurde, meinen Karton zukünftig zu bündeln und ich hatte den Schock meines Lebens, weil ich dachte, die Stadt hätte irgendwie meinen Karton getrackt und MIR PERSÖNLICH diesen Flyer geschickt hatte, weil ich den Karton so scheisse rausgestellt habe. Ich habe mich so geschämt, bis mir eine Freundin erklärt hat, dass alle Haushalte diesen Flyer bekommen haben – und natürlich niemand meinen Karton zurückverfolgt hat (ich schwöre, ich sah mich schon auf dem Polizeiposten).

 

Teil 4: Die Rache des Mülls, Part 2

·        Im Grossen und Ganzen wird das Abfallreglement vom Stadtrat positiv aufgenommen, es wird einfach noch über Einzelheiten diskutiert, wie etwa die Definition von Siedlungsabfällen (oder eben nicht Siedlungsabfällen) oder über die Streichung eines Artikels, der die Grundgebühren für Kleinstunternehmen reduzieren will. Dieser Antrag kommt aus den Reihen der SVP, die diese Regelung unnötig und administrativ zu aufwendig finden, gerade für die Verwaltung, die diese Gesuche prüfen müsse. Dem widerspricht Patrick Jordi (FDP), der als selbstständiger Journalist unter diese Regelung fällt. «Gerade als Start – up muss man jeden Franken umdrehen und eine solche Reduzierung hilft sehr, Kosten zu senken.»

·        Er stehe immer noch auf der Seite der SP, erklärt Dan Weber, aber eben auch auf der Seite der Vernunft. Er wundert sich darüber, dass ausgerechnet die sonst so gewerbefreundliche SVP einen solchen Antrag stellt und streicht auch noch mal hervor, dass der Gemeinderat damit der Empfehlung des Preisüberwacher folgt. «Lasst das Kleingewerbe in Langenthal nicht hängen», so sein Schlusswort.

·        Robert Kummer (FDP) graut dagegen vor diesem «Schildbürgerstreich» und vor dem Aufwand, den beispielsweise das Führen einer Excel – Tabelle in der Verwaltung verursachen würde (Pompeii ist ja bekanntlich auch untergegangen, weil sie einfach zu viele Excel – Tabellen ausfüllen mussten und daher die Vulkansicherheit vernachlässigt haben), was Murielle Schärer (GLP) zu dem Ausspruch bringt: «Verwaltungsaufwand ist die falsche Argumentation.» Der Antrag wird abgelehnt, der Artikel bleibt drin. Freude herrscht bei den Kleinstunternehmen.

·        Ich möchte hier festhalten, wie Stadtratspräsident Diego Clavadetscher (FDP) förmlich durch das Reglement rast und dabei das Parlament, das sich ein solches Tempo offenbar nicht gewöhnt ist, durcheinanderbringt, die zwischendurch nicht mehr wissen, ob sie ihre Anträge jetzt zu Artikel 15, Artikel 15b oder Artikel 15c einbringen oder doch lieber einfach mal kurz vortanzen sollen.


Teil 5: Mach’s gut und danke für den Fisch.

·        Die Stadträt: innen haben dank einer überparteilichen Motion jetzt eine persönliche städtische Mailadresse (kann man dann auch so lustige nehmen, wie zum Beispiel «Einhornprinzessin1993» oder «Wednesdayandsalem4eva»?). Dabei wird noch ein bisschen über die technischen Fragen diskutiert, aber grundsätzlich ist man der Meinung, dass die Motion vom Gemeinderat umgesetzt wurde und deshalb abgeschrieben werden kann. Dasselbe gilt auch für die Einführung von Smartvote, die früher noch für Diskussionen gesorgt hat, jetzt aber ebenfalls abgeschrieben wird und eingeführt wird.

·        Die Stadtratssitzung endet mit der Verabschiedung von Reto Müller, der von Gemeinderatskollege und Vize – Stapi Michael Schär geehrt wird. «Deine Fähigkeit zuzuhören und zu erklären, haben uns geprägt», so Schär, und ohnehin sage man ja, haben Lehrer (Reto Müller war/ist Lehrer) einen Hang zur Politik, weil sie es gewöhnt sind, Ordnung in einen unruhigen Haufen zu bringen. «Du warst nie ein Technokrat – du warst immer Reto, mit dem man auch ungezwungen ein Bier trinken konnte.» Michael Schär wendet sich aber auch an Reto Müllers Familie, die ihn «oft mit der Stadt geteilt haben.» Er beendet seine emotionale Worte mit: «Wir verlieren einen Stadtpräsidenten – wir gewinnen einen Regierungsrat.» (Wir können hier aber schon mal festhalten, dass der Vizestapi auch sehr gute Reden halten kann. Just saying).

·        Reto Müller verabschiedet sich auch noch selbst vom Rat, spricht über die lange Zeit, die er im Stadtrat verbracht hat – als Stadtrat, als Gemeinderat und zuletzt als Stapi. «Ein Privileg», wie Müller betont, «mitgestalten und mitdenken, immer grösser als man selbst.» Er blickt aber auch auf schwierige Zeiten zurück. Auf Corona, auf budgetlose Zeiten, auf Projekte, die gescheitert sind. Dabei bringt er auch seine Gefühle zum Ausdruck, dass er manchmal schon den Eindruck hatte, dass ein linker Stapi vielleicht doch nicht allzu viel Erfolg haben dürfe. Aber man habe auch immer wieder zusammen Erfolg gehabt. «Ich habe immer versucht zu erklären und zu kitten – als Vermittler zwischen den verschiedenen Stellen.» Wichtig sei, auch nicht in einem Echo zu regieren, sondern gute Ideen zuzulassen und dafür auch eigene Ideen zurückzustellen. «Langenthal braucht mehr Mut und Entscheide von euch allen», so sein Appell, denn nichts altere schneller als aufgeschobene Entscheidungen. «Eine Stadt ist kein Museum.» Er geht auch noch auf Feedback aus der Bevölkerung ein, die ihm gesagt habe: «Der Stadtrat ist kompliziert geworden.». Politisiert nicht am Volk vorbei, so seine letzte Bitte ans Parlament und: «Bleibt nahbar.» Grossen Dank richtet er an seine Familie, die ihn oft im Hintergrund getragen habe. Und sein einziger Wunsch: «Steht euch nicht selbst im Weg – nicht der Partei zuliebe, nicht der nächsten Wahl zuliebe. Langenthal ist grösser als jede:r von uns.»

·        Und mit Standing Ovation und einer Überlebenskiste aus dem Stadtrat endet die Ära Müller in Langenthal.
(Okay, ausser es kommt noch ein Müller und bei dem Namen ist es nicht so unwahrscheinlich, aber der Abschluss war zu gut).

 

 

 

Best of Stadtrat

 

«20 Minuten Monolog werde ich jetzt halten». Ein leicht irrer lachender Sandro Baumgartner (SP) auf den Weg zum Rednerpult. Vielleicht sollten wir im Saal öfters lüften

«Er hat vorhergesagt, dass dieses Fahrzeug bis an sein Lebensende unterwegs ist – naja von dem gehen wir auch aus, es ist einfach die Frage, wie lange das ist…» Der wortaffine Pascal Dietrich (Liste49). Auch wir leben schliesslich, bis wir tot sind.

«Wir hoffen, dass auch das Beste ausgewählt wurde – okay, gut, es war das einzige Angebot…» Aber das eine war das das beste! Wieder Sandro Baumgartner

«Bäume pflanzen finde ich eine gute Idee.» Daniel Huber (SVP) und die Entdeckung der Baumschule.

«Du chasch mer gern säge, wie du’s wosch.»
«Also, i fänds schön, we mer bim Atrag würd rede.»
«Ja, de chum i denn.» Was für ein gesitteter und höflicher Austausch zwischen den beiden Frakktionsgspännli Patrick Jordi (FDP) – der zu früh zum Rednerpult geeilt ist – und Diego Clavadetscher, der ihn sehr sanft darauf hinweist, seine Ordnung doch bitte nicht durcheinanderzubringen.»

«Patrick Dietrich.» Spontane Fusion zweier Stadträte von Diego Clavadetscher.

«Das ist nicht abgesprochen mit dem Gemeinderat, das hätte ich nicht sagen dürfen.» Michael Schär (FDP) in seiner rebellischen Phase.

«Chüder cha au sehr emotional si…» Wieder Michael Schär, Regisseur des Blockbuster «Die Leiden des jungen Chüders.

«Wir haben Schinkengipfeli, die kalt werden.» Diego Clavadetscher erklärt sein rassiges Tempo.

«Die Motion hatte mehr Bürgernähe zum Ziel – nicht das digitale Wohlbefinden der Stadtratsmitglieder.» Dan Weber (SP) mit einer kleinen Spitze in Richtung Bürgerliche.

«Lieber Apéro als ein Schlussumzug.» Reto Müller (SP) und seine Prioritäten.

 


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